Nackte Haut bei Gemälden: Facebook überprüft seine Richtlinien

Image result for Facebook überprüft seine RichtlinienMehr als eine Milliarde Menschen sind durch Facebook miteinander vernetzt. Die Social Media Plattform ist zu einem beliebten Werbemittel für Unternehmen aus unterschiedlichsten Bereichen geworden. Was nackte Haut in der Kunst betrifft, scheint die Plattform zeitweise recht rückschrittlich. Der Filter, den das Unternehmen für seine Dienste nutzt, zensiert regelmäßig Bilder, auf denen Nacktheit zu sehen ist. Vor allem Unternehmer im Kunstbereich sowie Gallerien und Museen haben ihre Probleme damit. Sie protestierten in jüngster Zeit vermehrt gegen das zensierende Vorgehen von Zuckerberg, dem Chef des milliardenschweren Konzerns.

Europäische Einrichtungen protestieren gegen die Zensur von Nacktheit bei Gemälden

Nach den Protesten von Museen und Tourismusunternehmen hat Facebook angekündigt, die Zensur von Kunstwerken zu lockern. Zahlreiche Museen in Deutschland und Europa haben mit einem geschickt organisierten Protest die Aufmerksamkeit auf das Problem gelenkt. Facebook geriet unter Druck und möchte nun im Hinblick auf Nacktheit in Gemälden und bei Kunstwerken seine Regeln überdenken und überarbeiten. Ein Facebook-Sprecher betonte, dass das Unternehmen den bisherigen Ansatz und die derzeitige Handhabung prüft. Vor allem die Tourismuszentrale in Belgien beschwerte sich über die Zensur künstlerischer Werke. Sie betreibt für den flämischen Künstler Peter Paul Rubens und seine Werke kräftig Werbung. Mit der Veröffentlichung eines ironischen Videos auf YouTube zu diesem Thema machte sie sich Luft. Für Belgien ist es unverständlich, wie Facebook beispielsweise ein Gemälde, das den Leichnam Jesu, teilweise mit einem leichten Tuch bedeckt zeigt, als zu freizügig einstuft.

Brüste und Hintern sind laut Facebook zu viel des Guten

Auch deutsche Museen wie das Städel in Frankfurt haben sich beschwert und hoffen, dass derzeitige Gespräche mit Facebook zu befriedigenderen Werberichtlinien führen. Das Museum kritisierte ebenfalls, dass Facebook beworbene Gemälde vor allem im Bereich Aktmalerei zensierte. Die Beschwerde der Museen richtet sich gegen die Aktionen von Facebook, Brüste, Hintern und Werke von Peter Paul Rubens als anstößig zu klassifizieren. Bei Gemälden zensiert Facebook bisher komplett alles, was nackte Haut zeigt. Bei Skulpturen duldet der Social Media Konzern bereits jetzt Ausnahmen.