MMA immer beliebter

Deutschland kann auf eine sehr lange Tradition in der Sportart Boxen zurückblicken. So gewannen schon zahlreiche Deutsche Boxer internationale Titel und waren auch bei den Olympischen Spielen sehr erfolgreich. Max Schmeling, Adolf Heuser, Heinz Neuhaus, Erich Schöppner, Henry Maske, Ralf Rocchigiani und Axel Schulz sind nur einige der vielen bekannten Namen, die das deutsche Boxen groß gemacht haben.

Image result for Mixed Martial ArtsDoch in der heutigen Zeit verliert das Boxen immer weiter an Bedeutung. So wird es zunehmend von einem anderen Kampfsport verdrängt, der aktuell vor allem in den USA sehr populär ist. Die Rede ist von Mixed Martial Arts (MMA). Dabei handelt es sich um eine moderne Art der Kampfkunst, bei der die verschiedensten anderen Kampfkünste miteinander kombiniert werden. Das MMA zeichnet sich dabei vor allem durch seine brutale Härte und Gnadenlosigkeit aus, Knochenbrüche und Schlimmeres sind dabei bei vielen Kämpfen keine Seltenheit. Das Publikum schaut wie im Rausch zu und jubelt frenetisch die Kämpfer an. Eine Besonderheit liegt dabei darin, dass die Kontrahenten in einem Käfig mit Drahtwänden gegeneinander kämpfen. Dieser kann ebenfalls in den Kampf mit einbezogen werden.

Dabei haben viele Experten immer wieder infrage gestellt, inwieweit MMA eine Sportart ist, die überhaupt im Fernsehen und anderen Medien übertragen werden sollte. So wirkt die extreme Brutalität eventuell verrohend auf die Zuschauer. Dieser sind dabei vergleichbar mit den Zuschauern im antiken Rom, die im Circus Maximus und anderen Arenen den Kämpfen der Gladiatoren auf Leben und Tod begeistert folgten.

Trotz aller Kritik – oder gerade auf Basis dieser – erfreut sich der Sport immer größerer Beliebtheit. So wollen viele nicht nur Zuschauer sein, sondern gleich selber in den Ring steigen. Dass das Boxen gleichzeitig an Attraktivität verliert, ist es dabei selber schuld, hat es doch durch die inflationäre Vermehrung von Verbänden und Weltmeistertiteln dafür gesorgt, dass das Geschäft für die Fans nicht mehr transparent ist.